Von der Idee zur fertigen Homepage: So läuft ein Webdesign-Projekt ab
Wer zum ersten Mal eine Website in Auftrag geben möchte, steht oft vor einem Fragezeichen. Was passiert eigentlich zwischen dem ersten Gespräch und dem Moment, an dem die neue Homepage online geht? Und was wird von Auftraggebern erwartet? Ein klares Bild vom Ablauf nimmt die Unsicherheit – und sorgt dafür, dass das Projekt von Anfang an reibungslos läuft.
Phase 1: Das Erstgespräch
Am Anfang steht immer ein Gespräch. Dabei geht es nicht ums Technische, sondern ums Grundsätzliche: Was soll die Website leisten? Wer sind die Besucher? Gibt es bereits eine Website, die abgelöst werden soll – oder startet man bei null?
Gute Webdesigner hören in dieser Phase vor allem zu. Je klarer die eigenen Ziele formuliert sind, desto präziser kann ein Angebot erstellt werden. Hilfreich ist es, sich vorab ein paar Gedanken zu machen: Welche Seiten soll die Website haben? Welche Inhalte gibt es schon (Texte, Fotos, Logo)? Gibt es Websites, die gefallen – oder ausdrücklich nicht gefallen?
Phase 2: Angebot und Projektumfang
Nach dem Erstgespräch folgt ein schriftliches Angebot. Es beschreibt, was genau umgesetzt wird: Anzahl der Unterseiten, Funktionen wie Kontaktformular oder Galerie, ob Texte und Fotos enthalten sind oder vom Auftraggeber geliefert werden.
Dieser Schritt ist wichtig. Missverständnisse über den Leistungsumfang sind die häufigste Ursache für Frust auf beiden Seiten. Ein seriöses Angebot lässt keinen Spielraum für spätere Überraschungen.
Was gehört ins Briefing?
- Farben und Schriften (oder ein bestehendes Corporate Design)
- Texte für alle Unterseiten
- Fotos und Bildmaterial
- Logo in guter Auflösung
- Gewünschte Funktionen (z. B. Buchungsformular, Google Maps, Newsletter)
Je vollständiger das Briefing, desto schneller kommt das Projekt voran.
Phase 3: Konzept und Design
Sobald der Auftrag erteilt ist, beginnt die eigentliche Gestaltungsarbeit. Zuerst entsteht ein Konzept: Wie ist die Website aufgebaut? Welche Inhalte kommen auf welche Seite? Dann folgt der visuelle Entwurf – oft zunächst als statisches Mockup oder direkt als Browservorschau.
Hier ist Feedback gefragt. Passt die Farbwelt? Stimmt die Struktur? Fühlt sich die Seite so an, wie man sich das vorgestellt hat? Eine Feedbackrunde gehört zum normalen Prozess – zwei bis drei Überarbeitungsrunden sind üblich.
Phase 4: Umsetzung und Befüllung
Wenn das Design freigegeben ist, wird die Website technisch umgesetzt. Inhalte werden eingepflegt, Formulare werden eingerichtet, die mobile Ansicht wird geprüft. Parallel dazu klären sich praktische Fragen: Wer ist der Webhoster? Ist die Domain bereits registriert?
Die IHK gibt Orientierung zu technischen und rechtlichen Grundlagen, die beim Erstellen einer eigenen Homepage zu beachten sind – von der Impressumspflicht bis zur Domain-Registrierung. Besonders für kleinere Unternehmen und Vereine lohnt sich ein Blick auf diese Checklisten, bevor die Seite live geht.
Phase 5: Abnahme und Launch
Vor dem Launch wird die Website gemeinsam durchgegangen. Stimmen alle Texte? Funktionieren alle Links und Formulare? Ist das Impressum vollständig? Erst wenn alles geprüft und freigegeben ist, geht die Seite online.
Der Launch selbst ist technisch meist unspektakulär – ein paar DNS-Einträge werden umgestellt, und nach kurzer Wartezeit ist die neue Homepage unter der eigenen Domain erreichbar.
Was danach kommt: Pflege und Aktualisierung
Eine Website ist kein einmaliges Projekt, sondern ein laufendes. Texte veralten, Öffnungszeiten ändern sich, neue Fotos sollen rein. Wer keine Zeit hat, sich selbst darum zu kümmern, kann die Pflege dauerhaft an einen Webdesigner abgeben – oft im Rahmen eines Wartungsvertrags.
Gerade für Kommunen, Vereine und kleine Unternehmen im ländlichen Raum ist das eine praktische Lösung: Die Website bleibt aktuell, ohne dass intern jemand Kapazität dafür aufbringen muss.
Ein Webdesign-Projekt muss kein komplizierter Prozess sein. Mit klarer Kommunikation, einem realistischen Zeitplan und einem strukturierten Ablauf entsteht eine Homepage, die lange gute Dienste leistet – und von Anfang an das widerspiegelt, wofür man steht.